Sanktionsstatus

 

Sanktionsrechtlicher Status der Middle East Bank, Munich Branch und Handelsaktivitäten im Lichte des EU- und US-Rechts

Stand 27.03.2019

Die Middle East Bank, Munich Branch (MB) wurde 2018 als Zweigniederlassung der Middle East Bank, Teheran gegründet. Die Erlaubnis zum Betreiben von Bankgeschäften wurde ihr seitens der Bundesansalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erteilt. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts München eingetragen und unterliegt der Bankenregulierung/-aufsicht der BaFin und der Deutschen Bundesbank.

Die MB fokussiert sich - um Ressourcen und Kapital optimal einzusetzen - auf Finanzdienstleistungen im Zusammenhang mit dem Außenhandel zwischen Deutschland und dem Iran und dort insbesondere auf Transaktionen im Bereich humanitärer Güter (Agrar-, Lebensmittel- oder Medizinprodukte und Medikamente) sowie ggf. Konsumgüter. Unser Finanzdienstleistungsangebot ist auf Firmenkunden zugeschnitten. Derzeit steht die Zahlungsabwicklung im Zusammenhang mit dem Handel solcher Güter im Vordergrund.

Wir geben Ihnen folgende Hinweise zum sanktionsrechtlichen Status der MB und unterstützter Handelsaktivitäten:

EU-Sanktionen

Die MB unterliegt keinen sanktionsrechtlichen Beschränkungen gemäß deutschem oder EU-Recht. Sie wird nicht auf Sanktionslisten der EU geführt.

In Bezug auf gehandelte Waren ist die Prüfung und Einhaltung der nationalen und EU-Exportkontrollregularien (z.B. EG-Dual-Use-VO 428/2009, Iran-VO 267/2012) Aufgabe des jeweiligen Exporteurs. Im Falle von Genehmigungs-pflichten hat der Exporteur die notwendigen behördlichen Genehmigungen einzuholen und die MB zu informieren. Eine sorgfältige Prüfung durch den jeweiligen Exporteur ist für die MB wichtig. Für Finanzdienstleistungen im Zusammenhang mit dem Handel solcher Güter (Iran-VO 267/2012) kann für die MB die Verpflichtung zur Einholung einer eigenen Genehmigung bei der Deutschen Bundesbank bestehen. Weiterführende Informationen finden Sie unter: www.bafa.de/DE/Aussenwirtschaft/Ausfuhrkontrolle/Embargos/Iran

US-Sanktionen

Die MB wird auf der Sanktionsliste des US-Finanzministeriums als sogenannter Specially Designated National (SDN) mit dem Hinweis auf das Sanktionsprogramm „IRAN“ geführt (Kategorisierung als iranisches Finanzinstitut). Die MB unterliegt jedoch nicht den sog. US-Sekundärsanktionen und ist auch nicht unter weiteren US-Sanktionsprogrammen aufgeführt. Dies führt aus US-Sicht zu folgenden, wesentlichen Konsequenzen:

  • Sogenannte „US-Personen“ (vor allem US-(kontrollierte) Unternehmen, US-Staatsbürger, GreenCard-Inhaber) dürfen keine Geschäftsaktivitäten mit der MB tätigen. Eine Ausnahme gilt jedoch unter bestimmten Voraussetzungen für Transaktionen im humanitären Bereich (siehe oben).
  • Für alle anderen Personen und Unternehmen, bei denen es sich nicht um „US-Personen“ handelt, führt allein der Umstand der SDN-Listung der MB zu keinerlei Beschränkungen.

Bitte beachten Sie, dass die Prüfung und ggf. Beachtung von anwendbaren (US-)Sanktionsvorschriften und Ausnahmetatbeständen Aufgabe des jeweiligen Unternehmens ist, wobei eventuell entgegenstehende nationale oder EU-Antiboykottregelungen von den Wirtschaftsteilnehmern eigenständig zu beachten sind.

Weiterführende Informationen hierzu: www.treasury.gov/resource-center/sanctions/Programs/pages/iran.aspx

Bitte sprechen Sie uns an, falls wir Sie bei Ihrem Vorhaben unterstützen können oder Sie noch Fragen haben sollten.


Haftungsbeschränkung

Die Darstellung der vorstehenden Informationen stellen keine Beratung oder Empfehlung der MB oder ihrer Mitarbeiter dar, auch wenn das Informationsblatt durch diese übermittelt oder erläutert wird. Die Informationen wurden aus öffentlich zugänglichen Quellen nach bestem Wissen zusammengestellt. Eine Gewähr oder Haftung für die Vollständigkeit und Richtigkeit der vorstehenden Informationen wird von der MB nicht übernommen. Die Informationen geben den Informationsstand zum angegebenen Datum wieder. Ein Aktualisierung oder individuelle Mitteilung von Änderungen erfolgt durch die MB nicht.


 


Sanction status of Middle East Bank, Munich Branch and trading activities in the light of EU and US law

as of: 27.03.2019

Middle East Bank, Munich Branch (MB) was founded in 2018 as a branch of Middle East Bank, Tehran. A banking license was granted by the Federal Financial Supervisory Authority (BaFin). MB is listed in the Commercial Register of the Munich Local Court and is subject to German banking regulation/supervision by BaFin and Deutsche Bundesbank.

In order to make optimal use of resources and capital, MB focuses on financial services in connection with foreign trade between Germany and Iran, in particular on transactions in the area of humanitarian goods (agricultural, food or medical products and medicines) and, as appropriate, consumer goods. We offer financial services tailored for corporate customers. At present, the focus is on payment processing in connection with the trading of such goods.

We give you the following information on the sanction status of MB and supported trading activities:

EU sanctions

MB is not subject to any sanction restrictions under German or EU law. It is not included on EU sanctions lists.

With regard to traded goods, the examination and compliance with national and EU export control regulations (e.g. EC Dual-Use Regulation 428/2009, Iran Regulation 267/2012) is the responsibility of the respective exporter. In the case of licensing obligations, the exporter must obtain the necessary official approvals and inform MB. A careful examination by the respective exporter is important for MB. For financial services in connection with the trading of such goods (Iran-Regulation 267/2012), MB may be obliged to obtain an approval from Deutsche Bundesbank. Further information is available at: www.bafa.de/DE/Aussenwirtschaft/Ausfuhrkontrolle/Embargos/Iran

US sanctions

MB is listed on the sanctions list of the US Treasury Department as a Specially Designated National (SDN) with reference to the sanctions programme "IRAN" (categorisation as an Iranian financial institution). However, MB is not subject to the so-called US Secondary Sanctions and is not listed under any other US sanctions programme. From a US perspective, this leads to the following significant consequences:

  • So-called "US persons" (especially US (controlled) companies, US citizens, GreenCard holders) are not allowed to do business with MB. However an exemption applies, under certain conditions, to humanitarian transactions (see above).
  • For all other persons and companies that are not "US persons", the mere fact that MB is SDN-listed does not lead to any restrictions.

Please note that it is the responsibility of the respective company to check and, if necessary, observe applicable (US) sanction regulations and exceptions, whereby any conflicting national or EU anti-boycott regulation must be observed by the involved parties themselves.

Further information is available at: www.treasury.gov/resource-center/sanctions/Programs/pages/iran.aspx

Please do not hesitate to contact us if we can support you in your project or in case of any questions.


Limitation of liability

The presentation of the above information does not constitute advice or recommendation by MB or its employees, even if the information sheet is provided or explained by MB or its employees. The information has been compiled to the best of our knowledge from publicly available sources. MB does not assume any guarantee or liability for the completeness and correctness of the above information. The information reflects the state of information on the date indicated. An update or individual notification of changes will not be made by MB.